Daniel Spoerri in der Langen Foundation

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Glücklicherweise habe ich es noch geschafft, mir die (nun beendete) Ausstellung „Daniel Spoerri – Ein Museum der Unordnung“ in der Langen Foundation anzuschauen.
„Mit einer Ausstellung des Künstlers Daniel Spoerri (*1930 in Rumänien) präsentiert die Langen Foundation einen der bedeutendsten Vertreter der Objektkunst, dessen künstlerisches Werk auf den Fundstücken und den Rudimenten des gelebten Lebens basiert. Seine Assemblagen entstehen aus dem leidenschaftlichen Sammeln von Alltagsgegenständen, kuriosen Zufallsfunden und Reliquien, die er auf Flohmärkten und in Antiquitätenläden findet.
Spoerri, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden ist, gehört aber auch zu den Künstlern, die die rheinländische Kunstszene maßgeblich geprägt und bereichert haben. Er gründete 1968 das legendäre „Restaurant Spoerri“ und die „Eat Art Gallery“ in der Düsseldorfer Altstadt und war ein enger Weggefährte von Joseph Beuys. Auf die Düsseldorfer Jahre folgten eine Professur und die Initiative eines „Musée Sentimental“ in Köln. […] In einem Interview äußerte Spoerri einmal den Wunsch, ein Museum der Unordnung schaffen zu dürfen. Die Langen Foundation mit ihrer klaren und präzisen Architektur bietet einen großartigen Kontrast zur Kunst von Daniel Spoerri, um genau hier einen Ort der Unordnung entstehen zu lassen. Die Ausstellung, in der rund 150 Werke aus wesentlichen Schaffensphasen zu sehen sein werden, würdigt ihn als einen zentralen Akteur der europäischen Nachkriegskunst. Die bedeutenden Werkgruppen und -Medien von den Tableau Piège, über die Piège-À-Mot, Brotteigobjekte, Sevilla-Serie, Carneval des Animaux, Erst letzt das Erste, Was bleibt! bis zu Spoerris Bronze-Werkgruppe der Prillwitzer Idole werden präsentiert.
Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Ausstellungshaus Spoerri in Hadersdorf (Österreich) und der ARTOMA Gmbh (Kunst-und Kulturmanagement) statt.“ (Quelle)

In der WestArt vom 11.9.2021 gibt es einen sehr interessanten, 3minütigen Beitrag über die Ausstellung.

Und übrigens: In der Toskana gibt es einen ganz wunderbaren Skulpturengarten von Daniel Spoerri : Il Giardino di Daniel Spoerri, den ich vor vielen Jahren besucht habe.

english version:
Fortunately, I still managed to check out the (now closed) exhibition „Daniel Spoerri – A Museum of Disorder“ at the Langen Foundation .
„With an exhibition of the artist Daniel Spoerri (*1930 in Romania), the Langen Foundation presents one of the most important representatives of object art, whose artistic work is based on found objects and the rudiments of lived life. His assemblages emerge from his passionate collecting of everyday objects, curious chance finds, and relics he finds at flea markets and antique stores.
Spoerri, who turned 90 this year, is also one of the artists who have significantly shaped and enriched the Rhineland art scene. He founded the legendary „Restaurant Spoerri“ and the „Eat Art Gallery“ in Düsseldorf’s old town in 1968 and was a close companion of Joseph Beuys. The Düsseldorf years were followed by a professorship and the initiative of a „Musée Sentimental“ in Cologne. […] In an interview Spoerri once expressed his wish to be allowed to create a museum of disorder. The Langen Foundation, with its clear and precise architecture, offers a great contrast to the art of Daniel Spoerri, to allow a place of disorder to emerge precisely here. The exhibition, which will feature around 150 works from major creative phases, pays tribute to him as a central player in European post-war art. The important work groups and media from the Tableau Piège, Piège-À-Mot, Bread Dough Objects, Sevilla Series, Carneval des Animaux, Erst letzt das Erste, Was bleibt! to Spoerri’s bronze work group of Prillwitz Idols will be presented.
The exhibition takes place in cooperation with the exhibition house Spoerri in Hadersdorf (Austria) and ARTOMA Gmbh (art and culture management).“ (source)

In WestArt of 9/11/ 2021 there is a very interesting 3 minute article about the exhibition (only in German)

And by the way: In Tuscany there is a very wonderful sculpture garden by Daniel Spoerri : Il Giardino di Daniel Spoerri,, which I visited many years ago.

Produktive Bildstörung
Sigmar Polke und aktuelle künstlerische Positionen – Kunsthalle Düsseldorf

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Sehr sehenswert ist die bis zum 6.3.2022 verlängerte Ausstellung „Produktive Bildstörung – Sigmar Polke und aktuelle künstlerische Positionen“  in der Kunsthalle Düsseldorf.
„Zum 80. Geburtstag von Sigmar Polke realisiert die Anna Polke-Stiftung gemeinsam mit der Kunsthalle Düsseldorf ein Ausstellungsprojekt, das unter dem Thema Produktive Bildstörung Werke von Sigmar Polke aktuellen künstlerischen Positionen gegenüberstellt. […] Beteiligte Künstler*innen: Kerstin Brätsch, Phoebe Collings-James, Raphael Hefti, Camille Henrot, Trevor Paglen, Sigmar Polke, Seth Price, Max Schulze, Avery Singer. Die Ausstellung wurde kuratiert von Kathrin Barutzki und Nelly Gawellek (beide Anna Polke-Stiftung) mit Gregor Jansen (Kunsthalle Düsseldorf).“ (Quelle)
Alle weiteren Informationen über die Ausstellung inclusive zweier Podcasts und ein Ausstellungs-Video kann man auf der Seite der Kunsthalle Düsseldorf nachschauen.
(unbezahlte Werbung)

english version:
The exhibition „Produktive Bildstörung – Sigmar Polke und aktuelle künstlerische Positionen“ (Productive Image Disturbance – Sigmar Polke and Current Artistic Positions) at the Kunsthalle Düsseldorf, which has been extended until March 6, 2022, is well worth seeing.
„To mark the 80th anniversary of Sigmar Polke’s birth, the Anna Polke Foundation and the Kunsthalle Düsseldorf are realizing an exhibition project that juxtaposes works by Sigmar Polke with current artistic positions under the title Productive Image Interference. […] Participating artists: Kerstin Brätsch, Phoebe Collings-James, Raphael Hefti, Camille Henrot, Trevor Paglen, Sigmar Polke, Seth Price, Max Schulze, Avery Singer. The exhibition was curated by Kathrin Barutzki and Nelly Gawellek (both from the Anna Polke Foundation) along with Gregor Jansen (Kunsthalle Düsseldorf).“ (source)
All further information about the exhibition including two podcasts and an exhibition video can be found on the Kunsthalle Düsseldorf website.
(unpaid advertising)

Patricia Piccinini – Embracing the Future – Kunsthalle Krems

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Die Ausstellung Patricia Piccinini – „Embracing the Future“ in der Kunsthalle Krems gesehen zu haben, ist eine Bereicherung! (bis 3.10.2021) Ihr hybriden – menschlich, tierisch, pflanzlich, artifiziell-  hyperrealistischen Skulpturen sind beeindruckend.
„Patricia Piccinini […]  gestaltet eine künstlerische Welt, eine Zukunftsvision, die ganz im Zeichen der Offenheit gegenüber dem Wandel steht. Ihre Narrative bewegen sich dabei zwischen Science-Fiction, Umweltbewusstsein und Feminismus. So auch die Ausstellung Embracing the Future in der Kunsthalle Krems, die menschliche Empathie und würdevolle Haltung im Umgang mit dem Unbekannten thematisiert. In der monografischen Schau richtet die Künstlerin ihren Blick auf Lebensformen, die eine Abweichung von der Norm darstellen. […] Mit ihren sinnlichen und komplexen Arbeiten stellt Piccinini mehrere Fragen auf: Wie nehmen wir uns selbst wahr, wie leben wir mit anderen zusammen und wie bauen wir Beziehungen auf? Wie antworten wir in einer Zeit, in der sich Natürliches und Artifizielles immer mehr verbindet, auf existentielle Fragestellungen über Dasein und Zugehörigkeit? Die einzigartige Ästhetik ihrer Skulpturen entführt uns in eine Welt der Koexistenz und Akzeptanz, in der tief verwurzelte Denkweisen der Kategorisierung von Mensch, Natur und Technik hinter sich gelassen wurden. Das, was unbekannt und auf den ersten Blick abschreckend wirkt, stellt sich letztendlich als viel weniger fremd heraus, als zunächst angenommen.“ (Quelle)
Kurator: Florian Steininger
(unbezahlte Werbung)

english version:
To have seen the exhibition Patricia Piccinini – „Embracing the Future“ at Kunsthalle Krems is enriching! (until 10/3/2021) Her hybrid -human, animal, plant, artificial- hyperrealistic sculptures are impressive.
„Patricia Piccinini […] creates an artistic world, a vision of the future that is all about openness to change. Her narratives move between science fiction, environmental awareness and feminism. This is also the case with the exhibition Embracing the Future at Kunsthalle Krems, which focuses on human empathy and dignified attitudes in dealing with the unknown. In the monographic show, the artist directs her gaze to ways of life that represent a deviation from the norm. […] With her sensual and complex works, Piccinini poses several questions: How do we perceive ourselves, how do we live with others, and how do we build relationships? How do we respond to existential questions about existence and belonging in a time when the natural and the artificial are increasingly intertwined? The unique aesthetics of her sculptures transport us into a world of coexistence and acceptance, where deeply rooted ways of thinking about the categorization of humans, nature and technology have been left behind. That which seems unfamiliar and off-putting at first glance ultimately turns out to be much less alien than first assumed.“ (Source)
Curator: Florian Steininger
(unpaid advertisement)

Das Geleucht
Otto Piene – Halde Rheinpreussen

„Im nordrhein-westfälischen Industriegebiet entstanden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche von renommierten Künstlern gestaltete Landmarken. Eine [… von ihnen … ] befindet sich auf der Halde Rheinpreussen in Moers-Meerbeck. Der Künstler Otto Piene
entwarf für diesen am Rhein vor einer imposanten Industriekulisse gelegenen Standort „Das Geleucht“.“ (Quelle)
In der Zeit von 1963 bis 1990 wurden 42 Millionen Tonnen Bergematerial aus der Rheinpreussen Schachtanlage V/IX aufgeschüttet, wodurch die 72 Meter hohe Halde entstand. Lange Zeit lag sie brach. Otto Piene stellte 1999 im Rahmen der IBA Landmarken Kunstausstellung in Oberhausen zum ersten Mal seine Projektidee des Geleuchts vor – 2007 wurde es feierlich eingeweiht. „Das Geleucht“ ist eine künstlerisch stilisierte Grubenlampe und „eine Hommage an alle Berg- und Hüttenleute an Rhein und Ruhr.“ (Quelle)
Tagsüber ein interessantes Ausflugsziel, mit Spazier-, Radfahr- und Picknickmöglichkeiten, einem beeindruckenden Ausblick auf die Industrielandschaft – vor allem von der im Geleucht befindlichen Aussichtsplattform (die aus bekannten Gründen zur Zeit leider geschossen ist).
Abends ein wahres Lichtspektakel, denn nicht nur das Geleucht selbst ist von innen beleuchtet sondern 35 kegelförmig angeordnete Leuchtmasten strahlen die Halde täglich ab Beginn der Dunkelheit (April – Oktober bis 23 Uhr / November bis März bis 21 Uhr) an und tauchen alles in rotes Licht. Ich selbst habe das leider nicht gesehen, es wurde mir aber ausführlich berichtet und die Fotos wurden mir zur Verfügung gestellt. So angestrahlt ist die Landmarke von weither sichtbar.
Das ist wirklich einen Ausflug wert.

Wer einmal in der Gegend unterwegs ist, kann sich noch viele andere Landmarken anschauen – hier gibt es eine kleine Highlight-Auswahl. Ich habe mir die ein oder andere über die Jahre bereits angeschaut – und jede ist auf ihre Art und Weise sehenswert.

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english version:
„In the industrial area of North Rhine-Westphalia, numerous landmarks designed by renowned artists have been created in recent decades. One [… of them … ] is located on the Rheinpreussen slagheap in Moers-Meerbeck. The artist Otto Piene designed „Das Geleucht“ for this site located on the Rhine against an imposing industrial backdrop.“ (source)
Between 1963 and 1990, 42 million tons of tailings from the Rheinpreussen V/IX mine were piled up, creating the 72-meter-high slag heap. For a long time it lay fallow. Otto Piene first presented his project idea of the Geleucht in 1999 as part of the IBA Landmarken art exhibition in Oberhausen – it was ceremoniously inaugurated in 2007. „Das Geleucht“ is an artistically stylized miner’s lamp and „a tribute to all miners and smelters on the Rhine and Ruhr.“ (source)
During the day, an interesting excursion destination, with walking, cycling and picnic opportunities, an impressive view of the industrial landscape – especially from the viewing platform located in the Geleucht (which is unfortunately shot at the moment for known reasons).
In the evening a true light spectacle, because not only the Geleucht itself is illuminated from the inside but 35 cone-shaped light masts illuminate the slag heap daily from the beginning of darkness (April – October until 11 pm / November to March until 9 pm) and bathe everything in red light. Unfortunately, I did not see this myself, but I was told about it in detail and the photos were made available to me. Thus illuminated, the landmark is visible from afar.
It is really worth a trip.

If you are ever in the area, you can see many other landmarks – here is a small highlight selection. I have already looked at one or the other over the years – and each one is worth seeing in its own way.

Public Art – Litfaßsäule als Massenmedium (Vol. II)

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„Wie verändert sich die Stadt, wer agiert in der Öffentlichkeit und wie kann kulturelle Teilhabe im digitalen Zeitalter angesichts der Corona-Pandemie aussehen? Mit diesen Fragen setzten sich Studierende des Caspar-David-Friedrich-Instituts (CDFI) der Universität Greifswald im Projekt „Public Art – Litfaßsäule als Massenmedium (Vol. II)“ auseinander. In Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) gestalteten sie 250 Litfaßsäulen in Düsseldorf. Ab dem 26. Januar 2021 startet die temporäre künstlerische Intervention.“ (Quelle)
Eine prima Idee – und so habe ich mich auf den Weg gemacht, um mir entlang der Standortliste, die man über einen link auf der Hompage des Caspar-David-Friedrich Instituts der Uni Greifswald herunterladen kann, einige der 250 Litfasssäulen anzuschauen. Ich habe mich wie im Freilichtmuseum gefühlt – endlich mal wieder ein Ausstellungserlebnis!
Ein interessanter Artikel ist in TheDorf – Magazin für Düsseldorf zu lesen.
Leider habe ich nicht herausfinden können, wie lange die Plakate zu sehen sind.

english version:
„How is the city changing, who is acting in the public sphere and what can cultural participation look like in the digital age in view of the Corona pandemic? Students at the Caspar David Friedrich Institute (CDFI) at the University of Greifswald addressed these questions in the project „Public Art – Litfass Column as Mass Medium (Vol. II)“. In collaboration with the Academy of Media Arts Cologne (KHM), they designed 250 advertising columns in Düsseldorf. From January 26, 2021, the temporary artistic intervention will start.“ (source)
A great idea – and so I set out to look at some of the 250 advertising columns along the list of locations, which can be downloaded via a link on the homepage of the Caspar-David-Friedrich Institute of the University of Greifswald. I felt like I was in an open-air museum – finally an exhibition experience again!
An interesting article can be read in TheDorf – Magazin for Düsseldorf.
Unfortunately, I have not been able to find out how long the posters are on display.

¿Lebensecht?
50 Jahre Hyperrealistische Skulptur
im Osthaus Museum Hagen

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Das Osthaus Museum Hagen zeigt noch bis zum 31.1.2021 die Ausstellung ¿Lebensecht?
50 Jahre Hyperrealistische Skulptur, die mich sehr fasziniert hat. Die Ausstellung „zeigt – anhand von 25 internationalen Künstlern – eine einzigartige Auswahl an figurativen Skulpturen. Es ist die erste Ausstellung, die einen tiefen Einblick in die Entwicklung der hyperrealistischen Skulptur der letzten 50 Jahre gewährt und die verschiedenen Tendenzen in der Darstellungsweise des menschlichen Körpers thematisiert.
Seit den 1960er und 1970er Jahren beschäftigten sich unterschiedliche Bildhauer mit dieser Form des Realismus, der die lebensechte Erscheinung des menschlichen Körpers zum Vorbild hat. Durch den Einsatz traditioneller Techniken, wie dem Modellieren, Gießen sowie der anschließenden Bemalung schufen sie hyperrealistische, menschliche Abbilder und näherten sich dabei auf unterschiedliche Weise einer zeitgenössischen Form des figurativen Realismus an. […] Diese Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Institut für Kulturaustausch, Tübingen.“ (Quelle)
Besonders hat mich die Skulptur  „Figure on Bed with Camera and Weapons“ – 2013 – von Thom Puckey: Zunächst aus Ton modelliert und in Gips gegossen wurde die Skulptur von dem Künstler und seinem Team in einem mehr als einjährigen Prozess aus einem einzigen Marmorblock gefertig.
Die Ausstellung ist ABSOLUT SEHENSWERT!
(unbezahlte Werbung)


english version:
The Osthaus Museum Hagen is showing the exhibition ¿Lifelike?
50 years of hyperrealistic sculpture, which fascinated me very much. The exhibition  „shows – based on 25 international artists – a unique selection of figurative sculptures. It is the first exhibition to give a deep insight into the development of hyper-realistic sculpture over the past 50 years and to address the different tendencies in the way the human body is represented.
Since the 1960s and 1970s, various sculptors have been dealing with this form of realism, which is modeled on the lifelike appearance of the human body. By using traditional techniques such as modeling, casting and subsequent painting, they created hyper-realistic, human images and thereby approached a contemporary form of figurative realism in different ways.
The exhibition presents the multifaceted approach to the representation of figural realism in five central groups and shows how the view of human physicality is subject to continuous change. […] This exhibition is a cooperation with the Institute for Cultural Exchange, Tübingen.“ (Source)
I was particularly impressed by the sculpture „Figure on Bed with Camera and Weapons“ – 2013 – by Thom Puckey: Initially modeled in clay and cast in plaster, the sculpture was created by the artist and his team in a process lasting more than a year from a single block of marble.
The exhibition is ABSOLUTELY VALUE TO SEE!
(unpaid advertising)

Martin Schoeller – Survivors


(Video von de.euronews.com)

Martin Schoellers Ausstellung „Survivors – Faces of the life after the Holocaust“  (verlängert bis 26.7.2020) im UNESCO-Welterbe Zollverein zu sehen war außerordentlich beeindruckend.
Anläßlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau schuf Martin Schoeller 75 Porträts von Holocaust-Überlebenden in der Internationalen Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Die unter jedem Portrait befindlichen „Kurzportraits“ des fotografierten Menschen, mit den Eckdaten über die Lebenssituation während des Holocaust und einem eindrücklichen Statement des Betroffenen, geben einen persönlichen und nachdrücklichen Einblick in die tragischen Ereignisse dieser Zeit.
Der architektonische Rahmen der Kokerei der ehemaligen Zeche Zollverein konnte brillanter nicht gewählt werden – auch diese Anlage ist ein „Survivor“, denn das einst größte Steinkohlebergwerk Europas wurde 1986 stillgelegt und im Dezember 2001 auf die Welterbeliste der UNESCO gesetzt. Das Ziel der Welterbe ist es, „Natur- und Kulturgüter der Menschheit, die einen außergewöhnlichen universellen Wert haben, also sowohl einzigartig als auch authentisch sind“, zu erhalten. (Quelle: Informationsblatt des Zollverein)

MÖGEN WIR NIEMALS VERGESSEN!

Es war nicht erlaubt, Fotos von der Ausstellung zu machen – das Video (leider nur in deutsch) gibt aber den Gesamteindruck der Ausstellung wieder.
Einige wenige Fotos habe ich vom Zollverein-Gelände gemacht.
(unbezahlte Werbung)

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english version:
Martin Schoelle’s exhibition „Survivors – Faces of the life after the Holocaust“  (extended untill 26. July 2020) at the UNESCO World Heritage Zollverein was extremely impressive.
On the occasion of the 75th anniversary of the liberation of the Auschwitz-Birkenau concentration and extermination camp, Martin Schoeller created 75 portraits of Holocaust survivors at the International Holocaust Memorial Yad Vashem in Jerusalem. The „short portraits“ of the people photographed underneath each portrait, with key data on their living conditions during the Holocaust and an impressive statement by the person affected, provide a personal and emphatic insight into the tragic events of that time.
The architectural setting of the coking plant of the former Zollverein colliery could not have been chosen more brilliantly – this plant/ facility is also a „survivor“, because what was once Europe’s largest coal mine was closed down in 1986 and placed on the UNESCO World Heritage List in December 2001. The aim of the World Heritage Site is „to preserve natural and cultural assets of mankind which have an extraordinary universal value, i.e. are both unique and authentic“. (Source: Information sheet of the Zollverein)

MAY WE NEVER FORGET!

It was not allowed to take photos of the exhibition – but the video (unfortunately only in German) gives the overall impression of the exhibition.
I took a few photos of the Zollverein grounds.
(unpaid advertisement)

Martin Schoeller im NRW Forum Düsseldorf

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Glücklicherweise wurde die sehr sehenswerte Ausstellung „Martin Schoeller“ im NRW Forum Düsseldorf bis zum 13.9.2020 verlängert, so dass ich sie mir doch noch anschauen konnte.
Es gibt einen mehrteiligen digitalen Rundgang durch die Ausstellung, die das NRW Forum zusammen mit TheDorf – Ein Magazin für Düsseldorf – erstellt hat. Im Gespräch sind NRW-Forum-Mitarbeiterin Bernadette Färber, die Studentin Rosa Schulz und die Künstlerin Pola Sieverding. Ich habe mir alle Videos zu den einzelnen Werkgruppen angeschaut, wodurch sich mir weitere Aspekte der Ausstellung erschlossen haben.
Weil mich besonders die Serie „KAYAPO“ beeindruckt hat, reposte ich hier exemplarisch eines der Rundgang-Videos:

http://youtu.be/u60uDOm7EWE

(Video: derkristof.com für THE DORF 2020 Die Produktion ist eine Zusammenarbeit von thedorf.de und nrw-forum.de)

(unbezahlte Werbung)

english version:
Fortunately the very worth seeing exhibition „Martin Schoeller“ in the NRW Forum Düsseldorf was extended until 13.9.2020, so that I could have a look at it after all.
There is a multi-part digital tour through the exhibition, which was created by NRW Forum together with TheDorf – A Magazine for Düsseldorf. NRW-Forum staff member Bernadette Färber, student Rosa Schulz and artist Pola Sieverding are talking. I watched all the videos for the individual groups of works, which opened up further aspects of the exhibition for me.
Because I was particularly impressed by the series „KAYAPO“, I am posting one of the tour videos here as an example (see above).
Unfortunately all videos are only in German, but on the internet you can find countless articles about Martin Schoeller and his work in English.

(unpaid advertising)

Laurenz Berges
im Josef Albers Museum Quadrat Bottrop


(Laurenz Berges – Ruhrort II – 2017)

Endlich wieder im Museum!
Nur noch für kurze Zeit (bis 28. Juni 2020) ist die Ausstellung „Laurenz Berges – 4100 Duisburg – Das letzte Jahrhundert“ im Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop zu sehen.
„Das Interesse des Fotografen Laurenz Berges (*1966) galt früh besonderen Orten in Deutschland, über die die Geschichte hinweggegangen zu sein scheint. Er hat für diese Orte eine eindringliche Bildsprache aus Stille und Licht entwickelt, die ihre sichtbare Gegenwart, aber genauso die Echos des einstigen Lebens einfängt.
Aus Berges regelmäßiger Beschäftigung mit dem Ruhrgebiet sind Bilder über den Norden der Stadt Duisburg hervorgegangen. Er zeigt sich hier gebannt von einer aktuellen Szenerie, die wie die abgewandte Seite der Gegenwart wirkt. Die Bilder vermitteln eine künstlerische Intensität, die sie ein eigentümliches Leuchten entwickeln lässt.“ (Quelle)
Mir hat die Ausstellung ausgesprochen gut gefallen. Die Fotografien haben eindrücklich die Atmosphäre eingefangen, die ich selbst auf meinen Streifzügen durch Duisburg gewonnen habe. Auch den Matena-Tunnel, der auf dem Ausstellungsplakat abgebildet ist, habe ich aufgesucht.
Das Museum selbst ist ebenfalls sehenswert.

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english version:
Finally back in the museum!
Only for a short time (until 28 June 2020) the exhibition „Laurenz Berges – 4100 Duisburg – The Last Century“ is on display at the Josef Albers Museum Quadrat in Bottrop.
„The photographer Laurenz Berges (*1966) was early interested in special places in Germany that history seems to have passed over. For these places he has developed a haunting visual language of silence and light that captures their visible present, but also the echoes of their former lives.
Berges‘ regular preoccupation with the Ruhr area has given rise to images of the north of the city of Duisburg. Here he is captivated by a current scenery that seems like the remote side of the present. The pictures convey an artistic intensity that makes them develop a peculiar glow.“ (Source)
I really enjoyed the exhibition. The photographs impressively captured the atmosphere that I myself gained on my forays through Duisburg. I also visited the Matena tunnel, which is shown on the exhibition poster.
And the museum itself is also worth seeing.

Martin Kippenberger Bitteschön Dankeschön – Eine Retrospektive
Bundeskunsthalle Bonn

http://vimeo.com/373150071
Video der Bundeskunsthalle Bonn

Die Ausstellung „Matin Kippenberger – Bitteschön Dankeschön – Eine Retrospektive“ in der Bundeskunsthalle Bonn ist absolut sehenswert! Beeindruckend umfangreich.
Ausstellung bis 16. Februar 2020
„Martin Kippenberger (1953–1997) war einer der vielseitigsten, produktivsten und einflussreichsten deutschen Künstler seiner Generation. Wie kein anderer verkörpert er das Bild des ‚typischen Künstlers‘. Wie kein anderer lebte er eine untrennbare Symbiose von Leben und Kunstproduktion – intensiv und exzessiv mit allen persönlichen Konsequenzen. Alle seine Arbeiten sind im weitesten Sinne Selbstporträts, sagen etwas über ihn und sein Umfeld aus – auch die, die ihn nicht zeigen. Sein Werk ist komplex und gründet in einer permanenten Befragung seines Selbst, er scheut dabei nicht vor Brüchen oder einem gänzlichen Scheitern zurück.“ (Quelle)

Ebenso empfehlenswert sind :
„Kippenberger – Der Künstler und seine Familien“ von Susanne Kippenberger, Berliner Taschenbuchverlag 2010
„Kippenberger – Der Film – Dieses Leben kann nicht die Ausrede für das nächste sein“ von Jörg Kobel

(alles unbezahlte Werbung)

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english version:
Video above by Bundeskunsthalle Bonn

The exhibition „Matin Kippenberger – Bitteschön Dankeschön – A Retrospective“ in the Bundeskunsthalle Bonn is absolutely worth seeing. Impressively extensive.
Exhibition until 16 February 2020

„Martin Kippenberger (1953–1997) was one of the most versatile, productive and influential German artists of his generation. Like no other, he embodies the image of the ‘typical artist’. Like no other, he lived an indiscerptible symbiosis of life and artistic production – intensively and excessively, with all personal consequences. All his works are self-portraits in the broadest sense: They say something about him and his environment – even those that do not depict an actual image of him. His work is complex and is based on permanent self-questioning, whereby he does not shy away from breaks or even outright failure.“ (source)

Equally recommendable are the book by his sister Susanne Kippenberger „Kippenberger – the artist and his families“ and „Kippenberger – the film – This life cannot be the excuse for the next“ by Jörg Kobel.

(all unpaid advertising)