Chinesisches Schattenspiel

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Das Schattentheater hat eine lange Tradition in der chinesischen Volkskunst (belegt seit Beginn des 11. Jahrhunderts) und wurde 2011 in die „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ aufgenommen.
Die Figuren wurden anfangs aus Papier hergestellt, später dann wegen der Haltbarkeit aus ungegerbter Tierhaut (je nach Region vom Rind, Esel, Schaf oder Schwein). Die transparente Tierhaut wird dann mit speziellen Messern und Stanzeisen zu Figuren geschnitten. Menschliche Figuren z.B. bestehen traditionell aus bis zu neun beweglichen Teilen und sind, je nach Region, 20 – 47 cm oder 40 – 70 cm groß. Die einzelnen Teile werden beidseitig bemalt, z.B. mit Tusche, und zum Schluß mit Fäden und Bambusstöcken verbunden, mit denen sie bewegt werden können. (Quelle)

Ich hatte das große Glück und die besondere Freude, an einer Shadow Art Painting Class in Peking teilnehmen zu können. Nach einer Schattenspiel-Aufführung führte Meister Mao ZhongBo in die Methode des Anmalens der Figuren ein. Ich wählte einen von ihm handgeschnittenen Drachen aus, den er – nach dem Trocknen (über Nacht in einem Buch gepresst) – am nächsten Morgen mit Fäden und Bambusstäben zusammenfügte. Das war ein wirklich außergewöhnliches Erlebnis! Und ich mag meinen Drachen sehr!

english version:
China has got a long tradition in shadow puppetry (since the beginning of the 11. century). First the figures were made out of paper, later because of better stability, out of transparent animal skin (cow, donkey, sheep or pig), cut with special tools. Human figures for example consists out of round about 9 movable pieces, and measure – vary according to the regions – between 20 – 47 cm or 40 – 70 cm. All pieces are painted on both sides with ink and finally put together with threads and bamboo sticks.

I had the good fortune to contribute in a Shadow Art Painting Class in Peking. After a shadow puppetry performance Master Mao ZhongBo introduced the method of painting the figures. I chose a dragon, hand cut by the Master himself. He finally put the pieces with threads and bamboo sticks together after drying and pressing in a book.
This was really an extraordinary experience. And I like my dragon a lot!

Back from China

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Ich bin zurück von meiner zweiwöchigen Chinareise (vor Abreise habe ich einige Artikel vorbereitet, so dass mein Blog wie gewohnt weiter lief). Während meiner Reise habe ich alle Tickets und Ephemera in diesem Ticket Buch gesammelt. Das hat mir fiel Freude gemacht und ist eine schöne Erinnerung.

I am back from my two weeks trip to China (I prepared some articles for my blog before I left so there was no lag of posts). During my stay I collected all tickets and ephemera for this trip book I made during my stay. It was much fun to do this – and it´s a nice souvenir.

Aljoscha- The Gates of the Sun and the Land of Dreams

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Die ganz wunderbare Sonderausstellung Aljoscha: The Gates of the Sun and the Land of Dreams“ ist noch bis zum 17.9.2017  im Corps de Logis im Schloß Benrath zu sehen – ein bezauberndes, in zartes Rosa eingetauchtes Ambiente .
„Die präsentierten Objekte des Künstlers Aljoscha bestehen aus Acryl, Silikon sowie einem fragilen Gerüst aus Draht. In ihrer scheinbar organischen Struktur und in ihrer amorphen Beschaffenheit täuschen die Plastiken äußerliche Merkmale von in der Natur vorkommenden Organismen vor. Sie erinnern an Mikroorganismen, etwa an die Molekülstrukturen von Pilzen, Bakterien und Algen oder andere Vielzeller. Dennoch sind sie kein Abbild bzw. keine Interpretation der natürlichen Realität, sondern stellen in ihrer ästhetischen Form noch nicht existierende Lebewesen dar. Die Vorstellung von der Erschaffung zukünftiger Lebensformen und die Visionen aktueller biologischer Forschungen der Synthetischen Biologie vereinen sich in Aljoschas Kunstpraxis, die er als Bioism oder auch Biofuturism bezeichnet.“ (Quelle)

english version:
The wonderful exhibition Aljoscha: The Gates of the Sun and the Land of Dreams“ is running till 17.9.2017 at Corps de Logis – Schloß Benrath – an enchanting delicate pink ambience.
„The objects by artist Aljoscha presented at the Corps e Logis are generally made of acrylic, silicon and a fragile wire framework. With their seemingly organic structure and their amorphous consistency, the statues feign the outer features of natural microorganism. They are reminiscent of the molecular structures of uni-cellular organism such as bacteria, algae and fungi. Still, hey are neither a copy nor an interpretation of natural reality, but they present life forms that do not exist yet in an artistic way. The idea of the ceratiob of future life forms and the visions of current biological research of the so-called synthetic biology are combined on Aljoscha´s art which he calls bioism or biofuturism.“ (Quelle)

CODA Museum – Paper Art 2017

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Ich habe einen Ausflug nach Apeldoorn, Holland, gemacht, um mir die Ausstellung „Paper Art 2017“ im CODA Museum anzusehen. Die Reise hat sich gelohnt – die Ausstellung ist absolut sehenswert – mit Papierarbeiten von 31 Künstlern aus der ganzen Welt. Die Ausstellung läuft noch bis zum 29. Oktober!

I made a nice trip to Apeldoorn, NL, to see the exhibition „Paper Art 2017“ at CODA Museum. The trip was worth it – the exhibition is absolutely worth seeing – with paper works from 31 artists from all over the world. The show runs till 29. October!

Erwin Wurm in Duisburg

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Erwin Wurm ist gleich zweimal in Duisburg zu sehen – bis 29. Oktober im Lehmbruck Museum und bis 3. September im MMK Museum Küppersmühle.
„Mit Erwin Wurm (geb. 1954) präsentieren das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst und das Lehmbruck Museum einen der bedeutendsten Bildhauer der Gegenwart. In einer umfassenden Überblicksausstellung zeigen die beiden großen Duisburger Kunstmuseen gemeinsam Skulpturen, Fotografien, Tapeten, Strickobjekte, Videos, die berühmten One Minute Sculptures und einige eigens für die Ausstellung geschaffene Werke des österreichischen Künstlers, der zurzeit sein Heimatland auf der 57. Biennale von Venedig repräsentiert. “ (Quelle)
Erwin Wurm ist einer meiner Lieblingskünstler – und die (teils interaktive) Ausstellung hat mir ausgesprochen gut gefallen!
Hier ist ein Video über ihn und seine Arbeit zu sehen – den Artikel habe ich 2013 verfasst.

english version:
At the moment you can see Erwin Wurm twice in Duisburg: till 29. October at Lehmbruck Museum and till 3. September at MMK Museum Küppersmühle.
„With Erwin Wurm (born in 1954), the MKM Museum Küppersmühle for Modern Art and the Lehmbruck Museum are featuring one of the most acclaimed sculptors of the modern day. In this comprehensive retrospective, the two leading Duisburg art museums are collaborating to exhibit his sculptures, photographs, wallpaper, textile objects, videos, the famous One Minute Sculptures and new works, especially created for the show by the Austrian artist, who is currently representing his country at the 57th Biennale in Venice.“ (Source)
Erwin Wurm ist one of my favorite artists – and I really enjoyed the (partially interactive) exhibition.
Here you can find a video about him and his work – I wrote this article in 2013.

Hannah Höch Haus

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Seit einigen Jahren versuche ich, das Hannah Höch Haus in Berlin-Heiligensee zu besuchen – aber bislang ist es mir nicht gelungen.
Hannah Höch lebte dort von 1939 bis zu ihrem Tod 1978. Während des Kriegs diente ihr dieser Ort als Versteck, später war er ihr Ort der Ruhe und Inspiration. „2005 hat der Bildende Künstler Johannes Bauersachs mit Hilfe von Familie und Freunden das Anwesen erworben – mit der gerne angenommenen Verpflichtung, Haus und Garten im Andenken und Sinne von Hannah Höch fortzuführen und zu erhalten […] und für Kunst- und Gartenfreunde erlebbar zu machen.“ (Quelle)
Trotz mehrfacher Bemühungen, einen Besichtigungstermin zu vereinbaren, ist mir dies nicht gelungen. Als ich mich also ohne Termin auf den Weg machte, fand ich das Haus in einem scheinbar „verlassenen“ Zustand vor – und machte nur wenige Fotos über die Hecke hinweg in den Garten hinein.
Weiß irgendjemand Näheres?

english version:
For some years now I try to visit Hannah Hoech´s house in Berlin – Heiligensee – but I failed.
Hannah Höch lived there form 1939 until her death in 1978. During the Second World War it was her hideout – later on it was a place of inspiration and tranquilness. With the help of his family and friends fine artist Johannes Bauersachs has undertaken the plot of land and the house – combined with the promise to keep it in the sense of Hannah and to open it to art and garden lovers. (source)
Although I really tried hard to make an appointment for viewing, I failed. So I went there without a date and found the house seemingly abandoned – and I just took some fotos from the garden over the hedge.
Does anyone know anything about this?

Zeche Zollern II / IV Dortmund

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Ich habe einen Ausflug zur Zeche Zollern II / IV in Dortmund gemacht.
Die Zeche wurde 1898 als Prestigeobjekt gebaut. Nach einer bewegten Geschichte steht sie seit 1966 still und ist nunmehr eine von acht authentischen Industriestandorten des Westfälischen Industriemuseums.
Noch bis zum 8.10.2017 läuft die Ausstellung „Erich Grisar – Ruhrgebietsfotografien 1928 – 1933“. „Die Aufnahmen des Dortmunder Schriftstellers und Fotografen Erich Grisar (1898-1955) entstanden überwiegend in seiner Heimatstadt. Sie zeigen den städtischen Alltag, die harte körperliche Arbeit und Siedlungen mit den mächtigen Industrieanlagen im Hintergrund. Grisar hat gezielt Themen aus dem Arbeitermilieu fotografiert, zu denen er zeitlebens auch schriftstellerisch gearbeitet hat.“ (Quelle)
Sowohl die Zeche selbst als auch die Sonderausstellung sind absolut sehenswert!

english version:
I made a trip to Zeche Zollern – The Zollern Colliery in Dortmund.
The Colliery was built 1898 as a prestige object and after an eventful history in 1966 it was closed for good. Now it is one of eight authentic industrial facilities of the Westphalian Industrial Museum.
Till the 8.10.2017 you can see the photo exhibition „Erich Grisar -Ruhr area photographs from 1928 – 1933“. Erich Grisar (1898 – 1955) was a journalist and photographer from Dortmund. His photos are mainly from his hometown. They are showing hard physical work and settlements with giant industry in the background.
Both, the Colliery and the exhibition is well worth  seeing.

Luftmuseum Amberg

(english version below)
Ich hatte ein ganz wunderbares Wochenende in Etsdorf und Amberg (Bayern) und habe unter anderen Highlights auch das Luft Museum in Amberg besucht, wo man Luft hören, sehen, begreifen, erleben und verstehen kann. Das Luft Museum wurde Anfang 2006 in Eigeninitiative des Künstlers und nunmehr Museumsleiters Wilhelm Koch gegründet, dessen häufig auch interaktive Arbeiten in der ständigen Ausstellung zahlreich zu sehen sind.
Zur Zeit läuft auch die Sonderausstellung „Inflandia“ der russischen Künstlerin  Sasha Frolova, die schrille und exzentrische Latexskulpturen und -kostüme kreiert, die sie auch im Rahmen ihrer Performances trägt (siehe arte Beitrag). Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Juli 2017 zu sehen.
Beides – das Luft Museum und die Ausstellung von Sasha Frolova sind absolut sehenswert!

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I had a great weekend in Etsdorf and Amberg (Bavaria) and visited, beside other highlights, also the Air Museum in Amberg, were you can hear, see, grasp, experience and understand air.  The Air Museum was founded as a private initiative by artist and museum director Wilhelm Koch – you can see plenty of his often interactive art works in the permanent exhibition of the museum.
At the moment there is also a temporary exhibition with the Russian artist Sasha Frolova, who shows her fancy and eccentric latex sculptures and costumes in the show „Inflandia“ which is running till 30. July 2017. (There is a video about her perfomances on arte.)
Both, the Air Museum itself and the exhibition of Sasha Frolova: Not to be missed!!

Umspannwerk Recklinghausen

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Ein schöner Ausflug zum Umspannwerk Recklinghausen – eine „Kombination aus Industriedenkmal, moderner Betriebsstätte und einem Museum“ (Quelle). Das „Museum Strom und Leben“ zeigt die Geschichte der Elektrifizierung. Der Rundgang ist thematisch gegliedert in die Abteilungen Entdecken, Erzeugen, Verteilen, Sammeln, Arbeiten, Heilen, Wohnen, Vergnügen, Spielen, Werben von und mit Strom. Die vielen historischen Objekten zum Anfassen machen den Besuch besonders interessant. Der Bereich, der die An- bzw. Verwendung von Strom darstellt, hat mich besonders fasziniert – dort habe ich so viele lustige Dinge entdeckt wie zum Beispiel die „Föhnraupe“. Sehr sehenswert!

english version:
A nice trip to Substation Recklinghausen – a combination of an industrial monument, modern production site and museum. The „Museum Electricity and Life“ shows the history of electrification. The round tour is thematically divided in the sections Discover, Product, Distribut, Collect, Work, Heal, Live, Amusement, Play, Advertising (with) Electricity. Various objects available for visitors to touch make the visit very interesting. Especially the area with all of its features which documents the usage of electricity captivated me – there I discovered many very funny things like for example the „Blow Drier Caterpillar“. Very worth seeing!

Museum Wiesbaden – Natur

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Ein Ausflug in das Museum Wiesbaden – eigentlich wegen der Sonderausstellung Maria Sibylla Merian – aber es war auch eine Freude, die Dauerausstellung „Natur“ zu besichtigen, da ich ein großer Fan von Naturkundemuseen bin. Besonders faszinierend waren – natürlich – die Schmetterlinge sowie die Schaukästen zum Thema Farben – wie sie gewonnen werden, woher sie kommen. Dazu gibt es auch ein sehr informatives und spannendes Buch: „Das Geheimnis der Farben – Eine Kulturgeschichte“ von Victoria Finlay – ich habe es schon zweimal gelesen!

english version:
A trip to Museum Wiesbaden, actually to see the exhibition of Maria Sibylle Merian – but it was also a pleasure to see the permanent exhibition „Nature“, as I am a big fan of Museums of Natural Sciences. Especially the butterflies were very fascinating – certainly – but also the show cases which provided insides into colores – how they are obtained, where they are coming from. On this topic there is a very informative and exciting book to read: „Color –  A Natural History of the Palette“ by Victoria Finlay – I have read it two times so far.