Das WA(H)R(E) Flingern (4/x): Die Givebox am Hermannplatz

Geschichten aus dem alten Flingern – in dem ich groß geworden bin, genau wie meine Eltern und Großeltern – Viertel-Historie und -Geschichten aus erster Hand.
Heute: Die Givebox am Hermannplatz

Der Spielplatz auf dem Hermannplatz war früher Sperrzone für mich, soll heißen, ich durfte dort nicht spielen geh`n: Dunkel und schlecht einsehbar eingemauert, unschön gestaltet und mit einem “Büdchen” (wie die im sonstigen Bundesgebiet als “Kiosk” bezeichnete Trinkhalle in Düsseldorf genannt wird) ausgestattet – keine guten Grundvoraussetzungen für einen Kinderspielplatz.
Seit der Umgestaltung hat sich viel getan. So gibt es Samstag einen Wochenmarkt (der als einer der schönsten in D´dorf gehandelt wird und nun ggf. auch auf Mittwochs ausgeweitet werden soll). Und da, wo früher das Hundeclo (!) war, steht seit Oktober 2011 nun die Givebox. Die Idee stammt ursprünglich aus Berlin und hat sich über das online-Sozialnetz facebook, dem ich -by the way – eher kritisch gegenüber stehe, verbreitet. Das Prinzip: Ein Ort der allgemeinnützigen Tauschbörse nach dem Motto “Geben und Nehmen”, nicht explizit für Hilfsbedürftige sondern für ALLE! Viele haben in ihren Augen “Krempel”, der für andere wunderbar ist – und so kann man jenseits von Trödelmarkt, Kleinanzeigen und Internetmärkten Platz schaffen und andere Menschen glücklich machen! Und man muss auch nix reintun, um was rausnehmen zu dürfen! Wie man in dem Givebox-Infoflyer nachlesen kann: “Das Konzept fördert Nachhaltigkeit, schont Ressourcen, stärkt die Nachbarschaft, hilft anderen Menschen, befreit von Krempel und schafft ein neues Bewusstsein jenseits von klassischen Konsum und Besitz.” Diesen Grundgedanken und die daraus entwickelte Idee finde ich wunderbar (vergleichbar mit der Idee des Bücherschrankes)! Die Givebox gibt es nicht nur in Berlin und Düsseldorf – Givebox-Standorte kann man hier nachschauen. Und wer jetzt ganz spontan Lust bekommen hat, auch im eigenen Viertel eine Givebox zu haben/ selbst aufzustellen, kann hier die Givebox-Bauanleitung finden.
Und wem das jetzt alles zu viel ist und sich trotzdem mal gerne entkrempeln würde …: Ich nehme auch manchmal Aussortiertes mit auf meine Arbeitsstelle und deponiere die Sachen an einem gut frequentierten Ort mit dem Hinweis “Zu verschenken”……. klappt immer, mit großer Freude auf beiden Seiten!!

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